10 Juli 2009
TV AM SONNTAG, den 12. Juli 2009
- Sternstunde Philosophie, 3Sat, 09.15 Uhr: Weltweit werden Journalisten und Korrespondenten entlassen. Doch beteuert mancher Verleger, er wolle mit einer kleineren Redaktion eine "bessere Zeitung" machen. Viele fürchten, besonders der Kulturjournalismus leide unter der Krise: Star-Kult und Kommerz statt Qualität? Was ist in der Krise die besondere Aufgabe des Feuilletons? Ein Gespräch mit dem Journalisten Frank Schirrmacher.
- Literatur im Foyer, 3Sat, 10.15 Uhr: F. Lovenberg. Walter Kappacher und John Wray
- Literaturclub, 3Sat, 10.45 Uhr: Mit dem Gast Dieter Meier. Moderation: Iris Radisch
- PHOENIX: 09.45 Uhr: Wibke Bruhns - Mein Leben, 10.30 Uhr: Der Gigant im Rheindelta. Der Rotterdamer Hafen. Film von Klaus Kafitz, 11.15 Uhr: IM DIALOG. Alfred Schier im Gespräch mit Stefan Aust, 13.00 Uhr: DIE DISKUSSION. Mit Innovationen durch die Krise? Beispiel Pharma Peter Hintze (CDU) Prof. Hüther (Direktor Institut der deutschen Wirtschaft) Birgitt Bender (Die Grünen, MdB) Eckehard Linnemann (IG Bergbau, Chemie, Energie)Dr. Wolfgang Plischke (Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) Moderation: Helmut Markwort, 14.00 Uhr: HISTORISCHE EREIGNISSE. Die Geschichte der Bundesrepublik. Von der Stunde Null bis zur Finanzkrise, 17.00 + 22.30 Uhr: BESSER LESEN: Moderation: Walter Janson. Miriam Lau "Die letzte Volkspartei - Angela Merkel und die Modernisierung der CDU." Jörg Nagler "Abraham Lincoln. Amerikas großer Präsident" 18.45 Uhr: Piers und Paläste. Meer sehen von Blackpool bis Brighton. Film von Uwe Schwering
- CosmoTV Reportage, WDR, 15.55 Uhr: Familienbande. Große Schwester, kleiner Bruder
- Der dritte Bildungsweg, WDR, 22.25 Uhr: Es lügt der Mensch, so lang er lebt
- Rund um den Michel, NDR, 18.00 Uhr: Neuwerk. 1.) Wege nach Neuwerk 2.) Leuchtturm 3.) Inselfrauen 4.) Bernsteinwettlauf 5.) Insellehrerin 6.)Ranger. Hamburg leistet sich einen Nationalpark-Ranger nur für Neuwerk- aber schließlich gehört die Insel zum einzigen Nationalpark der Hansestadt. Thorsten Köster zählt, beobachtet, kontrolliert, damit die Natur sich entwickeln kann, ohne vom Menschen gestört zu werden. 7.) Saisonkräfte. 36 Einwohner, 150 Betten, meist sind die Gäste auf Neuwerk in der Überzahl, zumindest im Sommerhalbjahr. 8.) Heimatabend
- Capriccio, BR, 09.15 Uhr: Schuld und Rache! Ein Spielfilm über die Flugzeugkatastrophe von Überlingen, Ein griechischer Tempel in der Oberpfalz? Diskussion über ein eigenwilliges Kunstprojekt, Temperament und Rausch!Die 32-jährige Patricia Kopatchinskaja ist eine begnadete Geigerin. Und ein wunderbarer Mensch ..., Der Mann, der Harry Potter zaubern lässt! Ein Porträt des Filmarchitekten Tino Schaedler, Teenage kicks! Ein Buch über die Kulturgeschichte der Teenager: Erfindung der Jugend (1875 - 1945)
- Presseclub, ARD, 12.03 Uhr: Vertuschen, Lügen, Weiterverdienen? Atomenergie im Zwielicht. Es ist eine Abfolge von Pleiten, Pech und Pannen. Die Schäden am Atomkraftwerk Krümmel sind offenbar größer als bisher bekannt. Der Energiekonzern Vattenfall steht in der Kritik. Seit Jahren schon. Störfälle in Schweden, in Brunsbüttel und Krümmel hatte der Konzern der Atomaufsicht zu spät gemeldet. Jetzt musste der Betreiber gleich mehrere gravierende Versäumnisse einräumen. Der Störfall als Normalfall? Das Image des Atomkraftwerkbetreibers ist ramponiert. SPD und Grüne fordern nun ein endgültiges Aus für das Atomkraftwerk. Rot-Grün hat damit ein Wahlkampfthema gesetzt, mit dem sich beide Parteien von der CDU absetzen wollen. Wie wird es weitergehen mit der Atomenergie in Deutschland? Und wird der Ausstieg aus der Atomenergie ein Wahlkampfthema, das der SPD aus dem Umfragetief hilft? Darüber diskutiert Volker Herres. Gerd Rosenkranz Publizist, Jeanne Rubner SZ, Michael Rutz Rheinischer Merkur, Ulrike Winkelmann Die Tageszeitung
- Bericht aus Berlin, ARD, 18.30 Uhr: Abrechnung: Was hat die Große Koalition gebracht? Störfall: AKW-Diskussion wirft Wahlkampfkonzepte über den Haufen. Dazu im Interview: Umweltminister Gabriel (SPD). Crashkurs: Seehofer macht Politik in Stoiber-Manier.
- Weltspiegel, ARD, 19.30 Uhr: China: Schwelbrand in "Ostturkestan", Spanien: Vorsicht, die Bullen sind los! Pamplona: knapp 200.000 Einwohner und eine Million Besucher - Ausnahmezustand. Costa Rica: „Bananenrepublik" - Neues Image für krumme Dinger, Japan: Pachinko - Stahlbad in der Spielhölle. Laut, schrill, nervtötend: In das ohrenbetäubende Geklimper der Videospiele mischt sich das kalte Geklacker und rasselnde Rollen der metallenen Pachinko-Kugeln - den Begriff Spielhölle darf man in Japan wörtlich nehmen. Was für Westeuropäer schon akustisch schier unerträglich scheint, bedeutet, Botswana: Vertreibung der Buschmänner. Allen sind sie ein Dorn im Auge: Nach Meinung der Tourismusbehörden stören sie das perfekte Bild des Nationalparks der Kalahari-Wüste.
- TTT, ARD, 23.25 Uhr: 1. Die Menschenkennerin Herlinde Koelbl - die erste große Werkschau der deutschen Fotokünstlerin 2. Afghanistan sucht den Superstar - "Afghan Star", ein beeindruckender Dokumentarfilm über die Super Star Show in Kabul. Es ist ein Straßenfeger, ein mediales Ereignis, das keiner verpassen will und es ist in vielen Teilen des Landes lebensgefährlich, etwas Verbotenes. Menschen aus allen Landesteilen Afghanistans, Frauen wie Männer, pilgern nach Kabul um dort zu singen. Sie singen in der Unterhaltungsshow "Afghan Star". Es ist die erfolgreichste Show, die das Land jemals gesehen hat.. 3. Inge Jens - unvollständige Erinnerungen, eine Autobiografie. Sie war zumeist die Frau an seiner Seite, die Frau an der Seite des berühmten und vielgefragten Rhetorikpapstes Walter Jens. Von ihrem eigenen Leben hat Inge Jens bislang wenig Aufhebens gemacht. Dabei ist sie selbst promovierte Germanistin, hat die Tagebücher von Thomas Mann herausgegeben. Mit der Biografie über Katia Mann wurde sie zur Bestsellerautorin. 4. Im Jahr des Gedenkens an den Mauerfall ein ungewöhnlicher Aspekt : Mauerspringer von West nach Ost. Mit der Berliner Mauer als Monument des Kalten Krieges verbindet sich die Erinnerung an spektakuläre Fluchten und an das tragische Schicksal der Todesopfer. Weit weniger bekannt ist, dass mehrere hundert Menschen die stark gesicherte Anlage auch in der Gegenrichtung überkletterten.
- Spiegel-TV, RTL, 22.10 Uhr: MIT 17 HAT MAN NOCH TRÄUME. Schlagermove in Zeiten der Krise. Olga aus Minsk ist nicht Susi aus Rostock - Abzocke Flirtbörsen; George Clooney, Gaddafi und das Elend - G8 in den Abruzzen; Strahlende Zukunft - Pannen-AKW Krümmel
- Planetopia, Sat1, 22.45 Uhr: Kein Tier erregt so viel Ekel und erzeugt dabei so viel Angst wie die Spinne - jeder vierte Deutsche hat eine regelrechte Spinnenphobie. Auf der anderen Seite erliegen immer mehr Menschen der Faszination der Achtbeiner: Spinnen- und Reptilienmessen ziehen inzwischen Tausende Besucher an.
- Auslandsreport, ntv, 6.30 & 9.30 Uhr: Italien - Gipfel in Trümmern, China - blutige Unruhen in Xinjiang, USA - Schwarzeneggers Staat Pleite, Kambodscha - Kinderprostitution in Phnom Penh, Spanien - Vorbereitung auf die Dürre, Indien - Suche nach dem Schwiegersohn im Internet, Thailand - Verbot von Bettelelefanten
29 Juni 2009
Atomlager Asse außer Kontrolle?
Atomlager Asse außer Kontrolle?
ZDF Mittwoch, 01.07.2009 00:30 - 01:00 Uhr
VPS 02.07.2009 00:25
Länge: 30 min
Dokumentation, Deutschland, 2009
Von Anfang an war die Asse heftig umstritten. "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind Wassereinbrüche auszuschließen", argumentierten die Befürworter. Kritiker warnten vor der Instabilität der Asse und befürchteten immense Auswirkungen für die Menschen in der Region. Diese Gefahr wächst: 12 000 Liter sogenanntes Zutrittswasser dringen täglich durch die rissigen Salzschichten.
"Atommüll hätte hier niemals eingelagert werden dürfen", sagt Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz heute, "keiner kann sagen, ob nicht morgen oder übermorgen unaufhaltbare Wassermengen zutreten. Dann könnten ganze Pfeiler und Kammerdecken zusammenbrechen."
Noch sind die Wassermassen beherrschbar, allerdings besteht die Gefahr, dass Wasser mit radioaktivem Material in Kontakt kommt. In geringem Maße ist das schon passiert. Es könnte dann auch in die Umwelt gelangen.
Neue Gutachten versuchen zu beruhigen: Die bergmännische Stabilität des Grubengebäudes sei bis 2020 gegeben. Eine Expertengruppe prüft derzeit verschiedene Optionen, wie die Asse saniert werden kann. Andere Wissenschaftler raten davon ab. Für sie ist die Asse eine tickende Zeitbombe.
Der Film von Malin Ihlau und Oliver Deuker beschäftigt sich mit der Verantwortung für die Zustände in dem ehemaligen Salzbergwerk. Gab es Missstände, die die früheren Betreiber bewusst in Kauf genommen haben? Es kommen Arbeiter zu Wort, die über verheerende Zustände berichten. Mehrere von ihnen sind an Krebs erkrankt. Die Autoren gehen auch der Frage auf den Grund, welche Gefahren für die Menschen von der Asse ausgehen. Zudem ist es ihnen gelungen, Wolfram König, den Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz bei seinen Bemühungen um Schadensbegrenzung zu begleiten.
31 März 2009
Super Size Me
Die sprichwörtliche Fettleibigkeit der Amerikaner nimmt der Regisseur Morgan Spurlock zum Anlass für einen masochistischen Selbstversuch: Einen Monat lang isst er nur bei McDonald's, mit der Auflage, nichts übrig zu lassen ...Mehr als ein Drittel der amerikanischen Kinder und Jugendlichen hat Gewichtsprobleme. Bei den Erwachsenen leiden sogar zwei Drittel unter Übergewicht oder Fettsucht. Warum sind viele Amerikaner so fett? Häufig werden dafür die Fast-Food-Ketten verantwortlich gemacht, doch Schadensersatzklagen krankhaft übergewichtiger Verbraucher wurden mangels Beweisen mehrfach abgeschmettert.
Morgan Spurlock will mehr in Erfahrung bringen über die Folgen dieser Ernährung und die Auswirkungen von Junkfood auf die Gesundheit. Er befragt dazu Fachleute in über 20 Städten der USA, von New York bis Houston: einen ehemaligen Gesundheitspolitiker, Fitnesstrainer, Schulkantinenköche, Marketingprofis, Rechtsanwälte und Lobbyisten.
Während seiner Nachforschungen entscheidet sich Morgan Spurlock für einen Selbstversuch: Er wird unter fachkundiger Überwachung durch drei Ärzte 30 Tage lang ausschließlich bei McDonald's essen und in dieser Zeit möglichst oft mit dem Taxi fahren, um höchstens 5.000 Schritte täglich zurückzulegen - die durchschnittliche Gehstrecke eines Amerikaners.
Seine selbst auferlegten Regeln: Frühstück, Mittag- und Abendessen müssen täglich bei McDonald's eingenommen werden. Jedes Gericht auf der Karte muss mindestens einmal gegessen werden. Keine Ausnahmen. Gegessen wird nur, was es bei McDonald's gibt. Wasser darf dort getrunken werden. Super-Size-Menüs, die extragroße Variante, müssen immer dann gegessen werden, wenn sie ihm von den Mitarbeitern am Counter angeboten werden.
In den 30 Tagen nimmt er 13 Kilogramm zu. Die Ärzte raten ihm zum vorzeitigen Abbruch des Experiments, doch er ist fest entschlossen, es bis zum Ende durchzustehen ...
Er entlarvt die Marketingtricks, mit denen Kinder "angefüttert" werden, die Gier nach immer mehr Essen und die Junkfood-"Kultur" in den Schnellrestaurants und Schulkantinen zwischen New York und Texas. Und gleichzeitig macht er sich selbst zum Versuchskaninchen eines Fressexperiments im Stil einer Body-Art-Performance. Tag für Tag fordert er seinen Körper, stopft sich voll bis zur Übelkeit, schonungslos beobachtet von der Kamera. Die Folgen der Big-Mac-Diät sind bald unübersehbar: Bauchschmerzen, Erbrechen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung, verminderte Libido, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, krankhafte Leberveränderungen, gesteigerte Esslust und vor allem eine enorme Gewichtszunahme. 14 Monate brauchte er anschließend, um die Kilos wieder abzuspecken. Fazit: Essen kann ein Vergnügen sein, aber schlechtes Essen eine tödliche Gefahr.
Der Dokumentarfilm erhielt 2005 eine Oscarnominierung als bester Dokumentarfilm sowie den Preis für die beste Regie in der Kategorie Dokumentarfilm beim Sundance Filmfestival 2004. Außerdem bekam er den Preis des Verbandes der amerikanischen Drehbuchautoren für das beste Dokumentarfilmdrehbuch (2005) und zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Wiederholungen:
11.04.2009 um 15:40
14 Februar 2009
Die unbarmherzigen Schwestern
20:15 Uhr Tele5
Montag, 16.02.2009
Die unbarmherzigen Schwestern
Meisterwerke
Drama, GB/Irland 2002, 110 Minuten, FSK 12
Regie: Peter Mullan
Darsteller: Geraldine McEwan, Anne-Marie Duff, Dorothy Duffy, Eileen Walsh, Nora-Jane Noone, Daniel Costello
Margaret, Bernadette und Rose werden in das Magdalenen-Heim abgeschoben. Dort straft man sie, wie die anderen weiblichen Insassen auch, unter unwürdigsten Umständen für sehr fragwürdige Sünden.
Authentische Geschichte. Unfassbar.
Auszeichnungen:
Goldener Löwe als bester Film 2002.
Kritik:
"Virtuos inszeniert und gespielt." (Lexikon des internationalen Films)
"Eine mutige, schonungslose Abrechnung mit dem Bösen hinter Robe und Nonnentracht, hinter Sonntagsanzug und Ehrbegriff."(filmszene.de)
"In seiner berechtigten radikalen Kritik an den Heimen und extrem autoritären Erziehungsanstalten sind die ‚Unbarmherzigen Schwestern’ ein leidenschaftliches Plädoyer für die Menschlichkeit. Die filmische Brillanz liegt in der düsteren Farbgebung, den knappen, zynischen Dialogen und großartigen schauspielerischen Leistungen…" (Kirsten Liese, verdi.de)
Hintergrund:
Eine Dokumentation über das harte Los der Magdalenen-Frauen inspirierte Regisseur Peter Mullan zu dem Film. Gleichzeitig wollte er seine Wut angesichts der dort herrschenden Ungerechtigkeit kanalisieren und öffentlich machen.
Die Magdalenen-Heime - benannt nach der biblischen Figur der ehemaligen Prostituierten Maria Magdalena, der Jesus ihre Sünden verzieh - wurden im 19. Jahrhundert in Irland als Zuflucht für in Ungnade gefallene Frauen gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts übernahm die katholische Kirche diese Einrichtungen und führte strenge Regeln ein. Die Aufsicht unterstand den Barmherzigen Schwestern (Sisters of Mercy), die die jungen Frauen bis zu zehn Stunden unbezahlter täglicher Arbeit zwangen. Der sonst so heilige Sonntag bildete keine Ausnahme. Hunger, Prügel und sexueller Missbrauch führten zu zahlreichen Ausbrüchen und in den 50er- und 60er-Jahren auch zu Aufständen. Einige der zehn irischen Anstalten wurden in den 70er-Jahren geschlossen, die letzte erst 1996.
26 Januar 2009
Gilbert Grape
Aber ausnahmsweise, weil es einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist:
Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa
Drama, USA 1993, 115 Minuten, FSK 6
TELE-5
und Wdh:
14:10 Sonntag, 01.02.2009
Regie: Lasse Hallström
Darsteller: Jonny Depp, Leonardo DiCaprio, Juliette Lewis, Mary Steenburgen, Crispin Glover
GOTTSCHALKS STAR NACHTGilbert ist viel zu jung, um eine Familie zu ernähren. Doch irgendwo in Iowa bleibt ihm gar nichts anderes übrig. Seine überdimensional dicke Mutter, die zwei Schwestern und schließlich der geistig behinderte Arnie - sie alle sind seit dem Tod des Vaters von Gilbert abhängig. So hat der schon fast vergessen, wie sich Lebensfreude anfühlt – bis er Becky trifft.
Johnny Depp und Leonardo DiCaprio in einem fulminanten Meisterwerk.
Auszeichnungen (Auswahl):
Oscarnominierung für Leonardo DiCaprio.
Preis des National Board of Review für Leonardo DiCaprio.
Preis der Chicago Film Critics Association für Leonardo DiCaprio.
Kritik:
"Sensibel und humorvoll inszeniertes Porträt amerikanischen Kleinstadtlebens. Der bis in die Nebenrollen ausgezeichnet besetzte und eindringlich gespielte Film erreicht durch seine menschliche Haltung stellenweise spirituelle Qualitäten." (Lexikon des internationalen Films)
24 Januar 2009
Menschliches Versagen
Dokumentarfilm, D 2008
Regie: Michael Verhoeven
Menschliches Versagen
In seinem Film "Menschliches Versagen" geht der renommierte Autor und Regisseur Michael Verhoeven daran, anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen.
Das Ende des Holocaust, die brutale Auslöschung von Millionen von Menschenleben, ist - zumindest in seinen wichtigsten Fakten - bekannt. Viel weniger dokumentiert und bis heute viel weniger vorstellbar sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer "normalen" Gesellschaft.
In seinem Film "Menschliches Versagen" geht der renommierte, vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Michael Verhoeven daran, anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen.
Wie kann es sein, dass ein so eklatantes Unrecht durch immer neue Gesetze rechtsförmig gemacht wurde? Warum haben sich die damit befassten Behörden so intensiv, oft übereifrig am Holocaust beteiligt? Warum haben die meisten nicht-jüdischen Deutschen so wenig dagegen unternommen? Wie war es möglich, sie alle zu Komplizen zu machen? Warum hat es quer durch ein riesiges Reichsgebiet so wenig Mut zum Aufbegehren und so wenig Kraft zum Widerstand gegeben?
Der zentrale Themenbereich des Filmes ist die sogenannte "Arisierung" von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung - die nach dem Krieg durch Rückerstattung oder Schadensersatz nur zu einem geringen Prozentsatz wieder "gut" gemacht worden ist.
Michael Verhoevens Film wirft die beunruhigende und bis heute beschämende Frage auf, in welchem Ausmaß die zivile Bevölkerung in Nazi-Deutschland zum Profiteur der systematischen Beraubung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den besetzten Ländern geworden ist. Schwerpunkte dieser Spurensuche sind Köln und München.
14 Januar 2009
Ankündigung in eigener Sache.
Sechs Erwähnungen Anne Wills in meinem Hauptblog sind mehr als genug.
Die Talkshow „Anne Will“ ist ein perfider Beitrag zur Volksverdummung.
Geradezu gemeingefährlich - und das finanziert mit Gebühren zur besten Sendezeit. Normalerweise gucke ich die Sendung natürlich nicht mehr.
Letzte Woche machte ich bedauerlicherweise eine Ausnahme und tat mir das Thema Tabu Freitod - wer hat das Recht, Leben zu beenden? an.
Eingeladen waren neben Kusch auch der rechtslastige hardcore-Katholiban Bischof Mixa und Katrin Göring-Eckardt (Bündnis90/Die Grünen), streng christliche Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Vorstandsmitglied des Evangelischen Kirchentags.
Ich habe in den letzten Jahren so einiges an Absurditäten gesehen, immer wieder in meinem Blog darüber berichtet.
Aber ich Mixa hat einen neuerlichen Gipfelpunkt der konzentrierten gequirlten Scheiße von sich gegeben.
Haarsträubenderen Unsinn wird so schnell nicht wieder im Fernsehen zugegen sein. Ein Irrer ist natürlich schlimm - aber wenn dann die Moderatorin ausgerechnet eben diesen permanent devot anhimmelt, meistens nur ihn reden läßt und seine inhaltlichen Kontrahenten lächerlich macht, wird es unerträglich!
Sie verfuhr, wie bei den von mir scharf kritisierten Sendungen mit Rita Knobel-Ulrich und Egon Bahr: Den mit Abstand interessantesten gast ließ sie nicht zu Wort kommen und adorierte stattdessen die rechten Hohlhirne.
Nun ist Schluß damit, ich werde die Sendung selbstverständlich nie wieder ansehen - aber ich werde sie in Zukunft auch nicht mehr in meiner „TV am Sonntag“-Liste erwähnen, die stets am Freitag Abend an dieser Stelle gepostet wird. Wills Sendung und die Themen auch nur in einem fast nicht gelesenen Blog zu erwähnen, ist deutlich zu viel der Ehre.
Ich kann es mit meinem Gewissen nicht mehr verantworten den hirnerweichenden Blödsinn der selbstverliebten Anne Will zu bewerben.
Das war’s.
10 November 2008
Das Schweigen der Quandts
Mittwoch, 12. November 2008 um 21.45 Uhr
ARTE
Wiederholungen:
15.11.2008 um 14:50
Das Schweigen der Quandts
(Deutschland, 2007, 60mn)
NDR
Die Familie Quandt gehört zu den reichsten und einflussreichsten Familie Deutschlands und doch ist ihr Name vielen unbekannt. Ihr Konzernimperium umfasst Unternehmen wie BMW, den Pharmariesen Altana und den Batteriehersteller Varta - dies sind nur die bekanntesten Firmen. Den Grundstein für die mächtige Stellung des Konzerns legte Günther Quandt als Begründer des Familienvermögens zum Teil in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Dokumentation versucht anhand der Familiengeschichte der Quandts Einblicke in die Mentalität der industriellen Elite Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichen.
Doch die Quandts verbargen bislang ihre Familiengeschichte und die Herkunft von Teilen ihres Vermögens. Die Firmenarchive blieben Journalisten und Historikern verschlossen. Für "Das Schweigen der Quandts" recherchierten die Filmemacher Eric Friedler und Barbara Siebert über fünf Jahre lang in Archiven im In- und Ausland. Mit Hilfe der zusammengetragenen Dokumente ist es ihnen gelungen, Stück für Stück die Herkunft von Teilen des Familienvermögens offen zu legen. Das Fazit: Die Quandts nutzten seinerzeit offenbar wirtschaftliche Vorteile, die der Nationalsozialismus ihnen bot. KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter ermöglichten Profite und den Konzernausbau. Das belegen unter anderem Aussagen Überlebender des Konzentrationslagers Hannover-Stöcken. Die Vermögenszuwächse, die die Quandts zwischen 1933 und 1945 erzielten, begründeten zum Teil auch den Aufstieg in der deutschen Nachkriegswirtschaft.
Die Filmemacher haben mit dieser ersten Dokumentation über die Geschichte der Familie eine Mauer des Schweigens durchbrochen - mit Erfolg: Wenige Tage nach der Erstsendung des Films, am 30. September 2007 in der ARD - erklärten die Erben der Familie gemeinsam, sie seien sehr bewegt. Nun will die Familie ihre Geschichte im "Dritten Reich" aufarbeiten.
05 September 2008
Fahrenheit 9/11
09.09.2008,
20:15 Uhr (119 min)
Michael Moores "Fahrenheit 9/11" beschäftigt sich u. a. mit der verhängnisvollen Verbindung der Familie Bush mit Top-Terrorist Osama Bin Laden und überzeugt durch die Brisanz der Fakten ebenso wie durch die große Emotionalität und ehrliche Empörung seines Machers. Der Oscar-Gewinner gibt nie vor, ein unbeteiligter Beobachter der Anschläge vom 11. September 2001 zu sein - er bezieht klar Stellung gegen die Politik der gegenwärtigen US-Regierung ...
17 August 2008
Dancer In The Dark
Dancer In The Dark
(Dänemark / Schweden / Frankreich)

Ein Melodram und ein modernes Musical: Die nach Amerika ausgewanderte tschechische Textilarbeiterin Selma leidet an einer Augenkrankheit, die zur vollständigen Erblindung führt. Ihrem ebenfalls daran erkrankten Sohn Gene will sie dieses Schicksal ersparen. Um die dafür notwendige Operation zu finanzieren, nimmt sie neben ihrem Fabrikjob zusätzlich Heimarbeit an und spart jeden Dollar. In ihrer wenigen freien Zeit probt sie zusammen mit ihrer Freundin Kathy in einer Laientruppe für ein Musical. Wenn ihr das Leben zu hart wird, flüchtet sie in die Welt der Musik.
Doch Selmas kleiner, privater Lebensplan droht zu scheitern, als sie in der Fabrik entlassen wird und ihre Krankheit schneller voranschreitet, noch bevor sie das nötige Geld für die Operation zusammen hat. Sie wird zur Mörderin auf Verlangen an ihrem Nachbarn und Vermieter, dem Polizisten Bill.
Selma - Björk
Kathy - Catherine Deneuve
Bill - David Morse
Jeff - Peter Stormare
Norman - Jean-Marc Barr
Linda - Cara Seymour
Morty - Jens Albinus
Suzan - Katherine Falkenberg
Judge - Reathel Bean
Regie: Lars von Trier
Kamera: Robby Müller
Musik: Björk
Drehbuch: Lars von Trier